10 Jahre Wattolümpia

Das Benefiz-Event im Elbschlick

Foto: wattoluempia.de
Am 5. und 6. Juli 2014 ist es wieder so weit: Dann ziehen die olümpischen Sportler ins Watt vor Soesmenhusen/Brunsbüttel, um im knietiefen Elbschlick gegeneinander anzutreten. Eine klebrige Angelegenheit, die die Teams innerhalb kürzester Zeit in grau-braunen Matsch verwandelt. Aus reinem Übermut?

 

Nein, denn als Jens Rusch vor 10 Jahren das Benefiz-Event zum ersten Mal ausrief, stand dahinter sein Entschluss, der Krankheit Krebs den Kampf anzusagen. Im vergangenen Jahr konnte das schmutzige Spektakel die Gesamt-Spendenmarke von 200.000 Euro knacken und unterstützt damit laufend Beratungs- und Hilfsangebote, die Krebsbetroffenden Mut machen sollen. Der Wattolümpiade-Verein finanziert seit 2005 unter anderem zwei Beratungsstellen für Krebspatienten und deren Angehörige in Brunsbüttel und Heide.

 

Foto: wattoluempia.de
Die Verbindung von matschigem Vergnügen und ernsthaftem Hintergrund kommt gut an: Binnen Sekunden waren in diesem Jahr die Startplätze für die olümpischen Disziplinen Wattfußball, Watthandball, Wattwolliball und das Schlickschlittenrennen ausgebucht.

 

In diesem Jahr können erstmals auch einzelne Wattleten ihren Mut beweisen – bei einem Watt-Parcours für jedermann. Hierfür ist zunächst keine Anmeldung erforderlich. Die Veranstalter rechnen in diesem Jahr mit der Rekord-Teilnehmerzahl von insgesamt über 500 Wattleten.

 

Zur Feier der Jubiläums-Olümpiade eröffnet am Sonntag, 29. Juni 2014 – eine Woche vor dem Watt-Spektakel – eine Ausstellung in der Stadtgalerie im Elbeforum. Sie wirft einen Rückblick auf zehn bewegte und bewegende Jahre und auf die Ursprünge des kuriosen Watt-Events, das weit mehr ist als der vordergründige Quatsch im Matsch.


Weitere Informationen unter www.wattoluempia.de
 

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