Speicherkoog

Wildpferde als Landschaftspfleger

Foto: Dithmarschen Tourismus e.V.

 

Seit 2004 grasen Konik-Pferde im Naturschutzgebiet Speicherkoog. Die zu Anfang acht Stuten und zwei Hengste aus den Niederlanden bekamen fast jedes Jahr Nachwuchs. Mittlerweile sind es mehr als 80 Koniks, die den Speicherkoog beweiden. Für das Naturschutzgebiet sind sie von großer Bedeutung.

 

Der Rückzugsraum für viele Pflanzen- und Vogelarten ist künstlich erschaffen: Nach der schweren Sturmflut 1962 wurde die Bucht eingedeicht, um das Hinterland besser zu schützen. Die dadurch verlorenen Feuchtwiesen und Wattflächen ersetzen nun die zwei Naturschutzgebiete im Koog: Im Salzwasserbiotop „Kronenloch“ entwickelt sich die Vegetation weitgehend ohne das Zutun des Menschen. Die Salz- und Süßwiesen des „Wöhrdener Lochs“ sollen Küsten- und Wiesenvögeln einen Lebensraum geben.

 

Die Koniks übernehmen dabei die Rolle der Landschaftspfleger: Sie halten die Fläche von Gehölzen und Röhrichten frei. Die robusten Pferde haben einen entscheidenden Vorteil: Wenn das Futter im Winter knapp wird, trampeln sie den feuchten Boden gezielt weich, um an die energiereichen Triebe des Reets zu kommen. Auf diese Weise graben sie große Flächen um, auf denen dann wieder nahrhafte Kräuter und Gräser wachsen können. hd

online 6 heute 19 gestern 170