Krabben

Die Nordseegarnele - Das rote Gold der Nordsee

Foto: Freiburgerin84 pixelio.de
Die Nordseegarnele
Das rote Gold der Nordsee
 
Den Aufenthalt an der Nordsee verbinden wohl die meisten Urlauber mit gesunder Luft, viel Wasser, der Erholung am Strand oder im Watt und natürlich den maritimen Köstlichkeiten, die es an unserer schönen Küste zu entdecken und genießen gibt. Egal ob fangfrischer Fisch direkt vom Kutter, das leckere Fischbrötchen am Hafen (Ein absolutes Muss für den perfekten Nordseeurlaub!) oder typisch norddeutsche Spezialitäten in den zahlreichen Restaurants – die schleswig-holsteinische Nordseeküste hat in Sachen Gaumenfreuden einiges zu bieten. Und sie gehören ohne Zweifel dazu: Die Nordseegarnelen, die hierzulande oftmals besser unter dem Namen „Krabben“ bekannt sind. Die kleinen Meeresbewohner können in der Küche vielseitig verwendet werden, neben ihrer Aufgabe als wichtigste Zutat im Krabbenbrötchen lassen sich mit Nordseegarnelen beispielsweise auch schmackhafte Krabbensalate zaubern. Sie sind sogar so beliebt, dass vielerorts regelmäßig kulinarische Events wie die „Krabbentage“ veranstaltet werden, bei denen sich alles um die köstlichen Garnelen dreht.
 
Garnele statt Krabbe
Die sandfarbenen Nordseegarnelen sind langschwänzige Zehnfußkrebse, die etwa acht Zentimeter groß werden. Sie haben lange Fühler und kleine Scheren, mit denen sie Beutetiere wie beispielsweise Flohkrebse fangen. Es gibt viele Namen für die kleinen Meeresbewohner, so werden sie unter anderem Porren oder Granat genannt. Oft werden sie auch fälschlicherweise als „Nordseekrabben“ betitelt, obwohl der Begriff „Krabben“ eigentlich rundliche Krebse mit kräftigen Scheren bezeichnet.
Nordseegarnelen leben als Grundtiere auf dem Meeresgrund und vergraben sich meist flach im Sand. In den wärmeren Monaten des Jahres leben sie im flacheren Wasser des Wattenmeeres, im Herbst ziehen sie sich ins Tiefwasser der Nordsee zurück. Zu ihren natürlichen Feinden zählen viele Fischarten, Vögel und junge Seehunde.
Rund 10.000 Tonnen Nordseegarnelen werden jährlich in Deutschland gefangen. Die häufigste Fangmethode stellt dabei die Bodenschleppnetzfischerei dar, bei der die Garnelen mit einem Schleppnetz gefangen werden, das an beiden Seiten eines Kutters über den Meeresboden gezogen wird. Um die Tiere haltbar zu machen, werden sie noch an Bord des Kutters im Meerwasser gekocht. Durch den Kochvorgang erhalten sie die typische rötliche Färbung und krümmen sich in Richtung der Körperunterseite.
 
Erst die Arbeit…
Anleitung zum richtigen Krabbenpulen
„Watt‘n Fummelkram!“ würde der Norddeutsche sagen, wenn es um das Thema „Krabbenpulen“ geht. Aber Spaß beiseite. Das Pulen von Nordseegarnelen will gelernt sein. Wie Sie das Krabbenfleisch so von der Schale befreien, dass nicht die Hälfte des köstlichen Fleisches in der Hülle steckenbleibt, erklären wir Ihnen Schritt für Schritt:
Nehmen Sie den Kopf des Tieres zwischen den Daumen und den Zeigefinger. Beim Festhalten nicht zu viel Druck ausüben, sonst zerquetscht man die empfindliche Garnele. Mit der anderen Hand greifen Sie dann das hintere Ende der Garnele und drehen dieses vorsichtig, bis das Gehäuse in der Mitte bricht. Nun kann man die Schalenhälften lösen und das Fleisch aus der Schale ziehen – fertig. Mit etwas Fingerspitzengefühl, Übung und natürlich einer Portion Geduld haben Sie den Dreh schnell raus. Und keine Angst vor Misserfolgen: Selbst dem einen oder anderen „waschechten“ Norddeutschen ist das Krabbenpulen noch ein Rätsel!      
 

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