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Drei Leuchtturm-Brüder

Westerhever, Pellworm und Hörnum der selben holländischen Baureihe

Schon von jeher ist Seefahrt nur mit Orientierungshilfen möglich. Anfangs waren es Landmarken wie Dünenkämme, Bergrücken, Felsen und hohe Bäume. Später kamen auch Bauwerke wie Kirchtürme, Windmühlen oder ähnliches dazu.

Durch die Entwicklung des Handels zur See wuchs der Wunsch, sich auch in der Dunkelheit zu orientieren. Anfangs wurden daher an Ufern, an Flussmündungen oder auf Klippen und am Strand einfache Feuer entzündet, um den Seefahrern die richtige Richtung zu weisen. Später wurden diese Feuer auch auf eigens dafür gebauten Türmen entzündet, den „Leuchtfeuern“.
 
Der Leuchtturm Westerheversand ist ein See-, Quermarken- und Leitfeuer und wohl der markanteste Außendeichsbau an der deutschen Nordseeküste. Seine Farben sind Rot-Weiss-Rot-Weiss-Rot. Die Feuerhöhe beträgt 41 Meter, die Tragweite des Lichts rund 21 Seemeilen (= etwa 39 Kilometer) und die indirekte Sichtbarkeit des Lichtscheins über 55 Kilometer. Bei klarer Sicht ist das Leuchtfeuer noch auf Helgoland zu sehen. Der Turm liegt ca. 1 km vor dem Seedeich auf einer vier Meter hohen Warft. Seine Gründung wurde 1906 mit 127 dicken und sehr langen Eichenpfählen bewerkstelligt, worauf man dann einen Betonsockel aufbaute. Montiert wurde der Turm, wie seine „Brüder“, aus 608 miteinander verschraubten, insgesamt 130 Tonnen schweren gusseisernen Platten, so genannten Tübbings. Auf beiden Seiten des Turms wurden Leuchtturmwärterhäuser errichtet, die dann das unverwechselbare Ensemble schufen.
 
Der Leuchtturm Pellworm ist das höchste Bauwerk auf der Marscheninsel im nordfriesischen Wattenmeer. Er musste auf vielen Eichenpfählen errichtet werden, die 14 Meter tief in den Boden getrieben wurden. Der Turm besitzt einen rot-weiß-roten Anstrich, eine Feuerhöhe von 41,5 Metern und eine Feuerweite von 22,3 sm.

Der Hörnumer Leuchtturm, hoch auf einer Düne errichtet, wurde am 8. August 1907 in Betrieb genommen und ist erkennbar an seinem weißen mittigen Ring. Anders als seine zwei Leuchtturm-Brüder hat er nur sieben anstelle von neun Fensterreihen im Schaft. Er ist seit 1977 ferngesteuert, kann besichtigt werden und bietet (wie seine südlicher gelegenen Verwandten) die Möglichkeit, dass auf ihm geheiratet werden kann. Seine Feuerhöhe liegt bei 48 m über NN und er besitzt eine Tragweite von 19 sm (Seemeilen).
 
Text: Jürgen Rust, Fotos: Petra Müller. Mit Dank an Gerd Hartwig (Wasser- und Schifffahrtsamt Tönning) für die freundliche Unterstützung.

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