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Unsere Deiche

Bollwerke gegen die Kraft des Meeres

Foto: Dirk Franke
Es ist noch gar nicht so lange her, da waren die Küstenbewohner in Schleswig-Holstein ganz allein für den Bau und die Instandhaltung ihrer Deiche zuständig. So wie wir heute verpflichtet sind, den Gehweg vor unserem Haus sauber zu halten, waren die Bauern durch das „Spatenrecht“ angehalten, den angrenzenden Deich zu pflegen.

 

Für viele eine unerträgliche Belastung, die nicht selten dazu führte, dass Höfe aufgegeben werden mussten. „Wer nich will dieken, mutt wieken,“ hieß es, das bedeutet: Wer sich nicht um seinen Deichanschnitt kümmert, muss gehen. Symbolisch wurde der Bauer dann durch das Einstechen seines Spatens in den Deich enteignet. Wer den Spaten wieder herauszog, übernahm dessen Besitz mit allen Pflichten.

 

Erst nach Ende des zweiten Weltkriegs hat der Staat den Küstenbewohnern diese finanzielle Last abgenommen. Heute gibt das Ministerium für ländliche Räume, Landesplanung, Landwirtschaft und Tourismus jährlich 50 Millionen Euro für Küstenschutz aus – pro Kopf in Schleswig-Holstein gut 15 Euro. Nach den Vorgaben des „Generalplans Küstenschutz“ werden Deiche erhöht und verstärkt, damit sie dem steigenden Wasserspiegel gerecht werden, Deichstrecken verkürzt, um die Kosten für die Deichpflege zu reduzieren. Allein der Bau des Eidersperrwerks 1973 konnte die Deichlinie um stolze 55 km verkürzen, weil die langen Flussdeiche an der Eider wegfielen. Insgesamt schützen uns an der Nordseeküste 408 km Deich. hd


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