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Ein Herz für Heuler

Seehundstation Friedrichskoog: Zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis

Foto: Seehund und Kegelrobbe
Zwei Robbenarten sind in der Nordsee heimisch: Der Seehund und die Kegelrobbe. Durch Krankheiten und Bejagung waren die heimischen Populationen bereits stark gefährdet. Seit die Jagd eingestellt wurde, haben sich die Bestände erholt, dennoch gelten die scheuen Tiere nach wie vor als gefährdet. Sie leiden unter der zunehmenden Verschmutzung der Nordsee und unter den Störungen durch den Menschen an ihren Ruheplätzen.

 

Die Seehundstation in Friedrichskoog widmet sich der Erforschung und dem Schutz der heimischen Robbenarten. Eine der Hauptaufgaben in den Sommermonaten besteht in der Aufzucht der Heuler, die ihre Mutter verloren haben und allein nicht überleben könnten. Mit dem charakteristischen Heulen ruft das Jungtier nach seiner Mutter. Doch bedeutet Heulen nicht zwangsläufig, dass das Jungtier verlassen ist. Junge Robben, die allein aufgefunden werden, dürfen niemals angefasst werden, denn häufig ist das Muttertier noch in der Nähe und hält sich lediglich versteckt, solange Menschen in der Nähe sind. Stattdessen sollten Polizei, Seehundjäger oder die Seehundstation verständigt werden, denn nur diese können letztendlich beurteilen, ob das Tier tatsächlich menschlicher Hilfe bedarf und in Gefangenschaft aufgezogen werden muss.

 

In der Seehundstation versucht man, die Robben möglichst naturnah zu halten und aufzuziehen. Da die Heuler wieder ausgewildert werden, sobald sie überlebensfähig sind, sollen sie möglichst wenig Kontakt zum Menschen haben. Daher sind die Aufzuchtbecken für Besucher nicht direkt zugänglich. Die Jungtiere können aber vom Aussichtsturm aus oder über mehrere Kameras beim Spielen beobachtet werden.

 

Die Station beherbergt auch einige „Dauergäste“, die aus verschiedenen Gründen nicht wieder ausgewildert werden können. Diese können im naturnah angelegten Beckensystem beobachtet werden. An Land wirken die Tiere eher schwerfällig und unbeholfen, unter Wasser jedoch verwandeln sie sich in flinke, wendige Räuber, die bis zu 35 km/h erreichen können und 30 Minuten tauchen können. Sie lassen sich daher am besten beim Schwimmen durch die Unterwasserfenster betrachten, wo man ihren eleganten Spielen am besten folgen kann. Bei den täglichen Fütterungen erfährt der Besucher viel Wissenswertes über die Tiere und die Arbeit der Station. hd

 

Öffnungszeiten:

täglich 9-18 Uhr

 

Fütterungszeiten:

Dauerhaltung täglich 10.30, 14 und 17.30 Uhr

Jungtier-Fütterungen täglich 12 und 16 Uhr

 

Seehundstation Friedrichskoog e.V. - Information, Aufzucht, Forschung

An der Seeschleuse 4, 25718 Friedrichskoog

04854/1372, http://www.seehundstation-friedrichskoog.de/

 

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