Wichtiger Hinweis...

Zur Gestaltung unserer Webseite verwenden wir Cookies.

Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Ich der Verwendung von Cookies zu.

Weitere Informationen zu Cookies und den von uns verwendeten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Seehundzählungen

Mehr Seehunde im Wattenmeer als je zuvor

Foto: Carsten Strecker

Schiffsausflüge zu den Robbenbänken zählen zu den Highlights für Besucher der schleswig-holsteinischen Nordseeküste. Die zwei heimischen Robbenarten Seehund und Kegelrobbe sonnen sich bei Ebbe auf den Sandbänken, um durch das UV-Licht ihren Vitamin D-Speicher aufzufüllen. Die an Land eher plumpen und unbeholfenen Tiere verwandeln sich im Wasser in flinke und elegante Jäger. Eine ausgewachsene Kegelrobbe erbeutet pro Tag etwa 10 kg Fisch und andere Meerestiere.

 

Die zunehmende Belastung der Meere mit Giftstoffen ist für die Robben ein großes Problem. Die Umweltgifte schwächen ihr Immunsystem und die scheuen Tiere werden anfällig für Infektionen. 2002 fiel mehr als die Hälfte aller Nordsee-Seehunde dem Staupevirus zum Opfer. Eine solche Epidemie kann jederzeit wieder ausbrechen.

 

Umso erfreulicher sind die Ergebnisse der letzten Seehundzählungen. Im Rekordjahr 2012 wurden mehr Seehunde registriert als je zuvor. Allein in Schleswig-Holstein zählten die Forscher über 9.000 Tiere, 10% mehr als im Vorjahr. Die größeren Kegelrobben waren im Wattenmeer durch jahrelange Bejagung durch den Menschen fast verschwunden, doch in den letzten Jahren ist der Bestand wieder deutlich gewachsen. „Es ist ein Beleg für die Effektivität unserer gemeinsamen Bestrebungen, die Seehunde und ihre Habitate zu schützen,“ sagt Jens Enemark, der Leiter des Gemeinsamen Wattenmeersekretariats in Wilhelmshaven.

 

Seit 1975 überprüfen Fachleute aus Deutschland, Dänemark und den Niederlanden jährlich die Populationen im Wattenmeer. Die Seehundzählungen müssen innerhalb weniger Tage durchgeführt werden, da die Tiere im Wasser sehr mobil sind und sich dabei bis über die Grenzen des Wattenmeers bewegen. Nur so kann der Gesamtbestand zuverlässig ermittelt werden. Die Robben werden erfasst, wenn sie bei Ebbe auf den Sandbänken liegen. Da sich aber auch dann noch viele Tiere im Wasser aufhalten und somit nicht erfasst werden, wird die Gesamtzahl noch höher geschätzt.

 

Diese Seite wurde 13223 mal aufgerufen.

online 5 heute 87 gestern 114