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Nordseefund Steine

Von Klappersteinen, Hühnergöttern und Hexenschüsseln

Sie gehören zu den ältesten Schätzen der Strände: die Steine. Manche von ihnen sind Milliarden Jahre alt und weit gereist, das Meer hat sie in stetigem Wellenschlag aus den Ablagerungen herausgearbeitet, „abgerollt“ bis sind ihre runde Form erhalten hatten, geschliffen und schließlich bis vor unsere Füße gespült.
 

 

Granit

Eine Vielfalt an Gesteinsarten verdanken wir den Eiszeiten, beispielsweise Granit mit seinen charakteristischen, vielfarbigen Kristallen, das in den Tiefen der Erdkruste entstand. Gletscher hobelten bei ihren Wanderungen den felsigen Untergrund ab und trugen auf diese Weise Gestein aller Art mit sich. „Geschiebe“ nennt man dieses vom Eis transportierte Material, das zumeist aus Skandinavien, aus Schweden, Norwegen, Finnland und dem Ostseeraum stammt.

 

Feuerstein

Nicht alle Nordseestrände sind „steinreich“. Wer schöne und interessante Steine sucht, dem empfiehlt sich ein Ausflug auf die Inseln im Wattenmeer. An den Stränden im Norden und Osten von Amrum findet man gelegentlich Fossilien, Überreste von Organismen aus der Kreidezeit. Kalkschlamm füllte einst die Gehäuse von Ammoniten, Schnecken oder Muscheln an und es bildete sich ein Kern aus Feuerstein, während sich die eigentlichen Schalen mit der Zeit auflösten. Feuerstein gibt es in den verschiedensten Farben, meist jedoch in grau bis schwarz. Seinen Namen bekam er dadurch, dass er zum Feuermachen genutzt werden kann.

 

Wird der Feuerstein durch den Wellenschlag abgerundet, ergeben sich manchmal eigenartige Formen, die unsere Fantasie anzuregen vermögen. Sogenannte „Hühnergötter“ entstehen, wenn weichere Gesteinsreste in der Brandung herausgespült werden und Löcher im Gestein zurückbleiben – diese besonderen Steine können bequem auf Schnüre gezogen und als Glücksbringer getragen werden. Andere Feuersteine tragen die Abdrücke von Fossilien, von Muscheln oder Schnecken, Korallen und Schwämmen.

 

Oft findet man gut erhaltene versteinerte Seeigel mit dem charakteristischen Strahlenmuster auf dem abgerollten Stein. Sie stammen noch aus der Kreidezeit, genau wie die Donnerkeile, zigarrenförmige, bis zu 15 cm lange Abdrücke von frühen Tintenfischen. Ganz besondere Funde sind Klappersteine, dabei handelt es sich um versteinerte Kugelschwämme, die in einen Feuerstein eingebettet sind. Lockert sich der Kugelschwamm in seiner Hülle, kann man beim Schütteln das Rasseln im Innern des Steines hören.

 

Roter Feuerstein

Der Favorit unter den Sammelplätzen ist die Düne vor Helgoland, die mit einem einzigartigen Gestein lockt, das es in dieser Form nirgends sonst auf der Welt gibt: dem roten Feuerstein. An manchen Tagen ist er gut zu finden, an anderen Tagen bleibt einem nur der Weg in die Boutiquen von Helgoland, wo die begehrten Sammelobjekte geschliffen und poliert, zu schönen Schmuckstücken verarbeitet und verkauft werden. Ebenfalls auf der Helgoländer Düne zu finden sind besondere Fossilien wie die Katzenpfötchen: Die eigenartig gezackten Feuersteine sind Hohlkammerausfüllungen von Ammoniten, sie zeigen sozusagen einen Querschnitt durch das Gehäuse.

 

Sandstein

Sandstein erkennt man meist an seiner etwas raueren Oberfläche, die aus vielen kleinen, miteinander verkitteten Sandkörnchen besteht. Die einzelnen Schichten des Steines zeigen mitunter schöne Muster und Farben, die jede Steinsammlung bereichern. Hin und wieder findet man auch eisenhaltige Sandsteine, die durch Erosion ausgehöhlt wurden, so dass nur die Hülle zurückblieb: die Hexenschüsseln. Der Sage nach wurden sie von einem Zwergenvolk geschaffen, das einst in Norddeutschland seine Heimat hatte. Als die Zwerge eines Tages verschwanden, ließen sie ihr Geschirr zurück – und wir freuen uns über neue Besonderheiten für unsere Sammlung. hd

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