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Takt und Rhythmus

Musikalischer Takt, das las ich neulich in den Husumer Nachrichten, wird erst durch kleine Störungen lebendig. Seitdem man das weiß, streut man in elektronisch erzeugte Musik kaum wahrnehmbare Taktstörungen ein.

 

Rauchiges Pfeifen (Haiku und Video von Wencke Rowek)

 
Auch die Nordsee muss das vor Urzeiten erkannt haben. Zweimal täglich Flut, zweimal täglich Ebbe, das ist ihr Takt. Wäre aber immer Hochwasser um 7 Uhr und um 19 Uhr wäre das etwas öde. Die Zeitverschiebung gegenüber dem Wechsel von Tag und Nacht gibt dem Rhythmus und den Tiden den rechten Schwung.
 
Das willkürliche Einstreuen von Störungen in elektronischen Takt haut aber auch noch nicht ganz hin: Vor 33 Jahren besang Werner Böhm alias Gottlieb Wendehals seinen „Freund Herbert“ und lobte ihn in den höchsten Tönen zu denen der Sänger fähig war. Inzwischen weiß man, dass Herbert, das Rhythmusgerät, eine ziemliche Macke hat: Es ist zu taktfest. Denn, und da staunten die Musikpsychologen, die Störungen brauchen wiederum eine gewisse Regelmäßigkeit.
 
Frau Nordsee hat das bei den Tiden offensichtlich gewusst und gleich mit eingebaut: Die Zeitverschiebung des Tidenwechsels schwankt zwar um 50 Minuten herum, bleibt aber ziemlich konstant konstant.
 

jek  28.11.2013

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